Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Juli/August 2019
 
Liebe Leserinnen und Leser!
In der neuen Wohnung des jungen Paares hängt ein Wandtattoo (ca.
60cm × 110cm) im Schlafzimmer: wie auf einem Banner ranken sich
lieblich geschwungen zarte große und kleine grüne Blätter auf der linken
Seite. Und daneben in Großbuchstaben ein Spruch: „Um einander zu
verstehen brauchen die Menschen nur wenige Worte. Viele Worte
brauchen sie nur, um sich nicht zu verstehen.“
Das junge Paar hat offensichtlich gelernt: in unserer Beziehung kommt es
uns nicht auf die Zahl der Worte an, die wir reden. Zu viel reden schadet
uns eher.
Auch unser Monatsspruch warnt uns: „Ein jeder Mensch sei schnell zum
Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ (Jakobus 1, 9).
Hier wird klargestellt, welche Rangfolge uns in der Ehe und in unseren
menschlichen Beziehungen gut tut: Reden und Zornig sein sind dem
Hören untergeordnet. Es ist besser, wenn ich dem Partner und
Gesprächspartner zuhöre als dass ich ihn „zutexte“ mit dem Schwall
meiner Worte.
Das ist nicht leicht. Um uns herum geht es meistens darum, wer sich
durchsetzt – und das passiert oft ohne Rücksicht mit kräftigen Worten.
Richtig zuhören, so wie Gott es sich von uns wünscht, erfordert ein hohes
Maß an Selbstdisziplin von uns: ich muss mich konzentrieren, aufnehmen,
was gesagt wurde; nachfragen, ob ich verstanden habe; mutig
Unklarheiten beräumen, wo ich missverstanden habe. Ich muss mich
selbst im Griff haben: nicht gleich explodieren, wenn ich wütend bin;
versuchen es zu vermeiden, andere zu verletzen; es nicht persönlich
nehmen, wenn mein Gegenüber ausrastet.
Immer wieder scheitern wir in unseren Bemühungen. Je ruhiger und
gelassener ich bin, wenn ich mich darum bemühe, desto besser wird es
mir gelingen. In den Wochen des wohlverdienten Urlaubs in diesen
Monaten hat jeder von uns eine gute Chance, sich dem Partner, den
Kindern, den Eltern oder anderen lieben Menschen besonders
zuzuwenden und an dieser Stelle „zu investieren“.
Einen erholsamen Sommerurlaub wünscht Ihnen,
Ihr Pfarrer Jan Peter Becker
 
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