Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Februar 2019
 
Monatsspruch für Februar

„Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen
gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“
Römer 8, 18

Liebe Leserinnen und Leser,
»Endlich hält die Mutter ihr Baby im Arm. Neun Monate hat sie auf diesen Moment
gewartet. Am Anfang war ihr oft übel gewesen. Dann der Moment, als sie es zum
ersten Mal in sich spürte. Ein Hauch nur, der sie von innen streifte. Später streckte
das Baby sich, immer öfter trat es. Und manchmal hatte es Schluckauf.
Und nun die Geburt. ... Schmerzen, die über ihre Grenzen gingen. Kurz vor der Geburt
hat sie sogar gedacht, sie kann nicht mehr. Und war dann selbst überrascht von der
Kraft, die in ihr steckte, als sie das Kind endlich gebar.
Da liegt es nun, auf ihrem Bauch. … Der Schmerz ist nicht weggewischt, er war ja da,
sie erinnert sich deutlich an ihn. Aber er fühlt sich anders an. Als habe das Leben ihn
überholt. Er bedeutet fast nichts mehr.
Die Schöpfung liegt in den Wehen: Paulus vergleicht das „ängstliche Harren der
Kreatur“, das Seufzen der Erde tatsächlich mit einer Geburt. Einmal wird sie vollendet
sein, dann wird Elend und Schmerz überwunden sein von der „herrlichen Freiheit der
Kinder Gottes“ (Römer 8,19-22).
Ich frage mich: Helfen solche Worte, wenn das Leiden überhandnimmt und
unerträglich wird? In solchen Zeiten ist es manchmal unmöglich, daran zu glauben,
dass es je wieder anders wird.
Und doch spüre ich, wie tröstlich der Gedanke ist: Einmal wird Gott das Leben in die
Waagschale werfen, dann wird alles, was hier so schwer wog, an Bedeutung
verlieren.
Manchmal kann ich es sehen. Als habe Gott dieses große Versprechen wie Saatkörner
in die Schöpfung gelegt. Und nun gehen zarte Pflanzen vor meinen Augen auf. …
Ja, es gibt diese Momente, in denen das, was schwer auf einem lastet, leichter wird.
Als habe einer ein Gegengewicht auf die andere Seite der Waage gelegt. Nun spüre
ich, wie es aufwärts geht mit mir. Eine zentnerschwere Last beginnt sich aufzulösen.
Sie wird, manchmal vorsichtig, manchmal rasant, vom Leben überholt. Und endlich,
endlich öffnet die Welt sich neu, als läge sie vor mir wie ein eben geborenes Kind.«
(Tina Willms)
Liebe Schwestern und Brüder, ich wünsche Ihnen, dass auch Ihnen solche
„erhebenden“ Erfahrungen immer wieder geschenkt werden.

Ich grüße Sie herzlich auch im Namen des Kirchenvorstands und der Mitarbeiter
Ihr Pfarrer Konnerth
 
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