Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Dezember 2018
 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

„Einladung zu einer Tasse Jasmintee“ überschreibt Reiner Kunze einen Dreizeiler:

„Treten Sie ein,

legen Sie Ihre Traurigkeit ab,

hier dürfen Sie schweigen.“

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht - ich jedenfalls brauche ab und zu solche Gelegenheiten. Wo niemand was von mir will, niemand mich mit Fragen überfällt oder mich daran erinnert, was ich noch alles zu tun hätte. Wo ich nichts reden, nichts rechtfertigen, nichts beweisen muss. Sondern einfach da sein und spüren kann: Es ist gut wie es ist.

Die Adventszeit wäre eine tolle Gelegenheit dafür. „Wäre“, sage ich. Denn in vieler Hinsicht sind diese Wochen vor Weihnachten noch verrückter als die elf Monate vorher. Noch atemloser. Da werden Träume und Sehnsüchte unter teuren Geschenken begraben. Da versteckt sich viel Hilflosigkeit hinter aufwendigen Weihnachtsvorbereitungen. Da gibt es viel Traurigkeit, geboren aus früheren Enttäuschungen mit dem Fest der Feste. Manchmal merken wir erst hinterher, was wir uns eigentlich gewünscht hätten, hätten wir auf die Stimme unseres Herzens gehört statt dem Diktat der Gewohnheit zu gehorchen.

Dann hätte nämlich Der eine Chance, dem ich nichts vorspielen muss. Der mich nicht bis an den Rand der Erschöpfung treibt, sondern mich ermutigt, auch mal die Hände in den Schoß zu legen.

 

 „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch aufatmen lassen“, sagt Jesus im Evangelium (Matthäus 11, 28).

 

Nur noch eine kurze Zeit bis Weihnachten. Genug, um klar zu kriegen, was wir guten Gewissens auch lassen können. Damit wir etwas von dem Jesus spüren, der uns behutsam entgegenkommt, ganz ohne unser Zutun. Und der die Traurigkeit kennt, die sich hinter viel Hektik versteckt. „Treten Sie ein, legen Sie Ihre Traurigkeit ab, hier dürfen Sie schweigen.“

 

Liebe Schwestern und Brüder, ich wünsche uns, dass auch wir das lassen, was uns nicht gut tut, und alle Traurigkeit ablegen können. So dürfen wir mit Hoffnung vorangehen aus einem Jahr ins andere.

 

Ich danke Ihnen, dass Sie den Weg in unserer Gemeinde mitgegangen sind, vor allem aber danke ich für jede Unterstützung, die von Ihnen kam.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.

 

Ihr Pfarrer Konnerth
 


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