Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Januar 2018
 

Jahreslosung für  2018

 

Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“  (Offenbarung 21,6)

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Am Ende der Bibel beschreibt der Seher Johannes Gottes neue Welt – eine Welt ohne Tränen und Tod, in der die Menschen kein Leid und keine Schmerzen mehr erfahren. Er erinnert, dass alle menschlichen Bedürfnisse gestillt werden. Gott gibt uns alles, was wir brauchen – an jedem Tag. Gott verspricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Wir ahnen, dass mit diesem Durst mehr gemeint ist als das menschliche Verlangen nach Flüssigkeitsaufnahme. Johannes nimmt einen ganz anderen Durst wahr als den auf Bier oder eine schöne Tasse Kaffee. Er sieht den Durst der Seelen. Wahrscheinlich sieht er lauter vertrocknete Gemüter. Johannes sieht: Gott hat einen guten Riecher für öde Lebensentwürfe und trostlose Lebensschicksale. Er sieht die Menschen, die sich Sorgen machen. Sie sorgen sich, ob sie im Alter finanziell über die Runden kommen und lassen sich dann eine Vorsorge-Versicherung nach der nächsten erklären. Er sieht Menschen, denen alles wehtut, weil sie traurig sind. Sie versuchen ihren Durst nach Hoffnung mit billigem Trost zu löschen. Er sieht Menschen, die Angst haben vor anderen Menschen, die ihnen fremd vorkommen. Sie versuchen, ihren Durst nach Sicherheit mit Ordnung und neuen Türschlössern zu betäuben. Gott sieht die Menschen, die mit ihrer Krankheit nicht umgehen können. Und solche, die den Tod als Realität nicht akzeptieren. Er sieht, wie sie sich gegen den Durst nach Heilung ein paar Nahrungsergänzungsmittel reinziehen und immer gründlich die Apotheken-Umschau lesen.

Durst ist schlimmer als Heimweh, sagt man. Gott sieht den Durst als Heimweh. Heimweh nach einer friedlichen Welt, wo die Menschen beherzt sind und nicht herzlos, wo die Menschen ganz sind und auch so leben.

Diesen Durst können wir nicht selbst stillen – nicht mit unseren Mitteln. Niemals. Das Wasser gegen den Seelendurst gibt es bei Gott. Punkt.

 

Das soll mein Vorsatz sein für ein gutes, gelingendes Jahr 2018: Ich will meinen Durst spüren – den Durst nach Leben, nach Glück, nach Sinn. So will ich mich Gott zeigen. Er wird mich sehen. Gewiss. Gott sei Dank.

 

Ich grüße Sie und wünsche Ihnen auch im Namen der Mitarbeiter und Kirchenvorsteher ein gesegnetes neues Jahr.

Ihr Pfarrer Stefan Konnerth
 


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