Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Monatsspruch April 2016
 

Liebe Leserinnen und Leser!

Ansprüche geltend machen ist weit verbreitet: Russland beanspruchte seinerzeit die Krim von der Ukraine und verleibte sie sich ein; der Führer des IS beansprucht für sich die Kalifen-Herrschaft über die Gebiete, die vom IS kontrolliert werden; und Angehörige beanspruchen ihr Erbe wenn Opa gestorben ist.

 

Auch unser Monatsspruch formuliert einen Anspruch:

„Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums.“ heißt es im Wort unseres Monatsspruchs für April aus 1. Petrus 2, 9.

Nun könnten wir meinen, hier käme auch zum Ausdruck, was wir selber für uns beanspruchen dürfen. Zumal Luther doch gesagt hat, dass wir das „Priestertum aller Gläubigen“ bilden. Folglich gehöre uns doch alles, was hier der Verfasser auflistet: wir sind doch „das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums“?!

 

Aber es ist anders: denn Gott beansprucht alle diese Dinge von uns.

Er hat die Gemeinde zu seinem Eigentum gewählt: „Ihr verkündigt – und zwar durch eure bloße Existenz – Gottes Machttaten.“ Das sagt Gott uns zu. Aber er stellt auch Forderungen an uns: „Ihr sollt verkündigen die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.“

 

Also geht es weniger darum, dass wir unsere eigenen Ansprüche geltend machen, sondern dass wir Gottes Ansprüche an uns gelten lassen. Zum Beispiel „Volk des Eigentums“ meint: wir gehören Gott als Seine Menschen. Er hat uns berufen, uns aus falschen Bindungen zu lösen und schlechte Entscheidungen zu vermeiden. Die „Finsternis“ liegt hinter uns; sie soll uns nicht belasten. Denn

wir gehören Ihm. Er nennt uns Sein eigen. Und da ist es gut, wenn wir unserer Berufung folgen, Ihn annehmen und im Alltag nach Seinem Willen leben. Er, unser Gott, darf uns so beanspruchen weil Er Gott ist und wir Ihn brauchen, wenn unser Leben gelingen soll.

 

Es grüßt Sie in Verbundenheit,           Ihr Pfarrer Jan Peter Becker

 
 


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