Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

November 2015
 

Liebe Leserinnen und Leser!

Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.“ Was ein altes Kirchenlied (EG 518) so poetisch umschreibt, ist eine banale Tatsache. Der Tod gehört zum Leben. Zahlreich sind die Mechanismen, diese Wahrheit zu verdrängen. Doch – so glaube ich – je mehr ich den Tod verdränge, desto furchterregender, monströser wird er. Und deshalb ist es gut, dass uns der November mit seinen Gedenktagen mit dem Tod konfrontiert.

Doch diese Gedenktage – seien es der Volkstrauertag oder der Ewigkeitssonntag – sind mehr als die Konfrontation mit dem Tod.

Der christliche Glaube stellt neben den Tod die Hoffnung. Die Hoffnung, dass Tod und Kreuz verwittern, und dass das Leben blüht. Den Glauben, dass wir unsere Hoffnung nicht begraben müssen, weil Jesus den Tod und das Grab überwunden hat.

Ruhe in Frieden! Auf Friedhofsdauer.“ Dies hat jemand auf einen Grabstein schreiben lassen. Als ich das las, musste ich ein wenig lächeln. So nüchtern, so lapidar, fast beiläufig ist unsere christliche Auferstehungshoffnung formuliert. Jemand ist gestorben, wurde beerdigt, man wünscht ihm in Frieden zu ruhen. Aber nicht auf ewig. Denn alles Irdische, auch dieser Friedhof, ist nur vorläufig, ist zeitlich begrenzt. Der Tod ist begrenzt. Der Tod ist nicht das Ende, der Tod hat ein Ende. Denn der Tod ist etwas Irdisches, doch das Leben ist himmlisch. Das Irdische kommt zu einem Ende, doch das Himmlische währt ewig. Und deshalb kennt der Tod ein Ende, doch das Leben nicht.

Worauf wir diesen Glauben gründen? Darauf, dass Jesu Friedhofsdauer nur drei Tage währte. Nach diesen drei Tagen, nach seiner Auferstehung war das Grab kein Grab mehr, sondern Ursprungsort des Lebens. Deshalb dürfen wir unsere Verstorbenen getröstet dem Grab anvertrauen. Es ist nur eine Zwischenstation.

 

Verbunden in dieser Zuversicht grüße ich Sie auch im Namen der Mitarbeiter und Kirchenvorsteher

Ihr Pfarrer Konnerth
 


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