Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Monatsspruch September 2015
 

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

(Matthäus 18,3)

Liebe Leserinnen und Leser,

möchten Sie auch noch einmal Kind sein? Viele Menschen träumen manchmal diesen Traum. „Dieses Leben ist nicht immer leicht. Was würd' ich dafür geben, noch einmal Kind zu sein! Lachen und weinen, draußen spielen und schrein. Weißt du eigentlich wie schön es war, ein Kind zu sein?“ So singt einer von unendlich vielen, die diese Sehnsucht auch verspüren.

Ein Kind zu sein – das hat jedoch nicht nur schöne Seiten. Kinder fühlen sich oft ohnmächtig dem ausgeliefert, was ihnen zugemutet wird.  Auch für die Antike dürfen wir uns das Kindsein nicht idyllisch ausmalen. Kinder galten im Judentum zwar als eine gute Gabe und ein Segen Gottes, aber Kinder wurden in der damaligen sozialpolitischen Situation notgedrungen zu billigen Arbeitskräften, und oft sogar zu Zahlungsmitteln, wenn sie in die Schuldsklaverei verkauft wurden. Sie waren die schwächsten Glieder der Gesellschaft.

Wenn Jesus davon spricht, dass wir Kinder sind oder wie solche werden sollen, dann sieht er uns immer im Verhältnis zum Vater im Himmel. Und in diesem Verhältnis geht es nicht um Erniedrigung, sondern um Geborgenheit; darum, angenommen sein, geliebt zu werden; es geht um den Vater, der uns hält und trägt.

Zu ihm darf ich kommen, wie ich bin: verletzlich, schwach, schuldig, manchmal müde, ein anderes Mal hoffnungsfroh, engagiert, fröhlich. Gott kann und brauche ich nichts vorzumachen und deshalb brauche ich auch mir und anderen nicht etwas vorzumachen. Ich selbst sein zu dürfen, wie ich bin – und so geliebt zu sein, das ist ein großes Geschenk. Kinder sind noch offener dafür als wir Erwachsenen.

Noch einmal Kind sein – das ist keine unerfüllbare Sehnsucht mehr, das ist die Wirklichkeit, in die der Glaube uns führt. Kinder sind wir – wenn wir es zulassen – auch mit 20, 50 oder hundert Jahren: Kinder Gottes, die dem Vater im Himmel unendlich wichtig sind.

 

Ich wünsche Ihnen den Mut, der Einladung Jesu zu folgen, und grüße Sie auch im Namen der Mitarbeiter und Kirchenvorsteher

                                    Ihr Pfarrer Stefan Konnerth
 


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