Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

Veranstaltungen Startseite Einladungen Gemeindekreise Impulse
Galerie Besinnliches Kindergarten Förderverein Kontakt Gästebuch

Besinnliches

Monatsspruch Dezember 2014
 

Liebe Leserinnen und Leser!

Der Hoffende – so heißt ein Bild von Walter Habdank. In der Mitte des Bildes sieht man einen Mann. Er wartet. Er hält die Hände über die Augen, damit er besser in die Ferne sehen kann. Er weiß offensichtlich, dass etwas oder jemand kommt; er wartet, aber er lehnt sich dabei nicht gemütlich zurück. Ein wenig ist er auch auf dem Sprung – gleich geht’s los. Man sieht ihm Freude und Erwartung regelrecht an. Der Hoffende – heißt er.

Das passt zu dem, was ich im Lexikon gefunden habe. Ich wollte nämlich wissen, wo das Wort „hoffen“ eigentlich herkommt, was es im ursprünglichen Sinn bedeutet. Da steht im Duden: „hoffen“ kommt von „hopen“ oder „hoppen“, und das heißt: herumhüpfen und herumspringen vor Freude und Erwartung. Eine schöne Erklärung!

In der Vorweihnachtszeit kann ich wohl eher etwas mit dieser Erklärung anfangen. Ich weiß noch gut, wie wir als Kinder herumgesprungen sind, kurz vor der Bescherung zu Hause. Und dass für viele bis heute die Adventszeit mit Kalendertürchen und Keksebacken, mit heimlichen Geschenkeinkäufen eine Zeit mit Vorfreude und fröhlicher Aufregung ist. Eben eine hoffnungsvolle Zeit.

Natürlich ist das schön, wenn man sich auf Geschenke freuen kann. Wenn man Wünsche hat und sie auch erfüllt bekommt oder wenn man eine Überraschung auspacken kann. Aber das ist ja nicht alles – das Materielle, das, was ich kaufen kann. Gesundheit, Frieden, ein guter Schulabschluss, ein toller Beruf, Hilfe und Bewahrung in der Not – das sind nur ein paar Dinge, die auf unserer Wunschliste ganz oben stehen.

Aber woher nehme ich die Zuversicht, dass meine Hoffnungen nicht vergeblich sind?

Ich will jetzt nicht die Weihnachtspredigt vorwegnehmen, aber ich denke an viele Geschichten, die die Menschen, von denen wir in der Bibel lesen, mit Jesus, dem Heiland, erlebt haben. Sie hatten auf einmal wieder Vertrauen, dass Gott sie lieb hat; sie wussten wieder, dass sie auch in schlimmer Zeit von Gott nicht verlassen sind, sie konnten sogar glauben, dass Gott ihnen nach dem Tod ein neues, anderes Leben schenkt. Und das hat sie anders in die Welt schauen lassen – hoffnungsvoll eben!

Gut, dass uns die Adventszeit daran erinnert! Wir müssen ja nicht alle unbedingt herumspringen oder herumhüpfen wie ein Frosch, manchmal reicht es ja auch, wenn das Herz vor Freude einen kleinen Hüpfer macht. Wenn ein Problem gelöst werden konnte, wenn ich ein schönes Lied gehört habe, oder wenn mich ein Gedicht oder eine Geschichte daran erinnern: Ich bin Gott lieb und wert. Oder wenn ich weiß: In meiner Not bin ich nicht von Gott verlassen.

 

Ihr Pfarrer Konnerth
 


[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [31] [26] [27] [28] [30] [32] [33] [49] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101]
Impressum Datenschutz
Copyright © 1999-2019 by Ch. Seifert - Programmierservice       Keywort Counter Besucher
Start-Seite [www.kirche-treuen.de]