Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Psalm 145, 15.16
 

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen. (Psalm 145,15.16)

 

Das Psalmwort zum Erntedankfest lebt aus dem Gedanken einer stimmigen Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf. Aller Augen warten auf dich! Da sind nicht nur Juden und Christen gemeint. Und überhaupt nicht nur alle Menschen, sondern das meint auch die Tiere in ihrer unendlichen Vielfalt und Vielzahl. Die Augen aller Lebewesen, die Hunger und Durst verspüren, wenden sich angstfrei und sorglos dem zu, der „getreu ist in all seinen Worten und treu in all seinen Werken“, und sie werden gesättigt!

 

Stimmt das? Deckt sich dieses Welt- und Gottesbild mit unseren Erfahrungen? Viele betrachten die Nahrungsmittel und unseren gesamten alltäglichen Bedarf als Erzeugnisse, die produziert und für Geld gekauft wurden. Sie sehen nur das an ihnen, was Menschen gemacht haben.

Es ist jedoch unser Vorrecht als Menschen gegenüber allen anderen Kreaturen, dass wir Gott bewusst danken können für die Früchte, die er für Mensch und Vieh in verschwenderischer Fülle und Vielfalt wachsen lässt. Und wir Christen haben im Besonderen die Aufgabe, diesen Dank an den Schöpfer und Erhalter immer neu einzuüben bei Alt und Jung. Besonders bei unseren Kindern, weshalb es eine wohlbegründete Sitte ist, dass am Erntedankfest die Kinder des Kindergartens den Gottesdienst mitgestalten.

 

Kinder, Eltern, Großeltern, die ganze Gemeinde soll sich am Erntedankfest zum festlichen Dankgottesdienst versammeln und Gott danken für seine spürbare Güte.

„Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“ Das ist allerdings keine Einladung in das Schlaraffenland. Wenn Gott uns Speise gibt, dann nicht so, dass er uns die gebratenen Tauben in den Mund fallen lässt, aber doch so, dass er uns mit seinen Gaben bedenkt, ohne dass wir uns auf der Suche nach immer mehr Leben übernehmen und uns selbst verlieren müssten.

 

Und wenn es heißt: „Du tust deine Hand auf und erfüllst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen“, dann ist dieser Satz kein Anlass zu fragen, warum Gott das offenbar bei vielen Menschen nicht tut. Es ist ein Anlass, dass wir Menschen, die wir uns so gerne als Krone der Schöpfung verstehen und unsere technischen Errungenschaften rühmen, fragen, warum wir es als Beauftragte Gottes auf dieser Erde noch nicht so weit gebracht haben, dass dies wirklich durch uns geschieht.

Mit diesen Gedanken grüße ich Sie auch im Namen der Mitarbeiter und Kirchenvorsteher,

Ihr Pfarrer Stefan Konnerth
 


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