Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Andacht April 2013
 

Wie ihr nun den Herrn, Christus Jesus, angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.

(Kolosser 2,6.7, Monatsspruch für April)

 

Liebe Leserinnen und Leser,

stellen Sie sich bitte vor: Sie wandern einen Waldweg entlang. Er ist durchwirkt von Baumwurzeln. Es geht bergan. Ihre Füße steigen auf den Wurzelstufen wie auf einer Treppe. Steigend betrachten Sie die Wurzelgebilde: starke Streben, feine Flechten, kunstvolles Netzwerk ...

In Christus „verwurzelt“, „gegründet“ und „fest“ sein, ja, das möchte ich wohl. Es müsste sich gut anfühlen. Aber wie geht das? Wie kann ich in Christus verwurzelt, gegründet, fest sein?

Vielleicht hilft das Bild von den Baumwurzeln im Wald. Christus als der Boden, in dem mein Keim aufgegangen ist. Der Keim ist gewachsen. Nun senken sich meine Wurzeln in den Christusboden hinein. Der Boden ist gut, er gibt Halt, Wasser und Nährstoffe strömen aus ihm. Ich spüre die Kraft des Erdreichs. Sie steigt durch die Wurzeln in mir auf, erfüllt mich, richtet mich auf. Ich hebe meine Krone ins Licht. Meine Äste strecken sich aus. Ich fühle mich gut gegründet, kräftig, fest. Jetzt kann kommen, was da kommen mag.

Was sind denn das für Nährstoffe, die wir aus Christus ziehen? – Es ist die unverdiente Liebe, die Gnade für mein Leben. Es ist die Gottverbundenheit für immer und ewig. Es ist der Trost, die Welt nicht retten zu müssen, aber hier und da etwas Gutes bewirken zu können.

Verwurzelt in Christus, wachsen wir in zwei Richtungen: immer tiefer in ihn hinein und immer weiter in die Welt hinein. Offenbar brauchen wir aber solche Momente, in denen wir bewusst unsere Wurzeln in das Christus-Erdreich senken, in denen wir uns die Nährstoffe reichen und schmecken lassen und in denen wir nachspüren, wohin seine Kraft uns treibt.

Also geh in den Wald und lerne. Geh dorthin, wo du schmecken und sehen kannst, wie freundliche der Herr ist. Oder nimm das Bild von den Wurzeln mit in dein Gebet. Lass dich von Christus locken, immer tiefer einzudringen in sein Geheimnis. Irgendwann merkst du, dass du diesen Boden nicht mehr loslassen willst. Irgendwann merkst du, dass du dem Wind standhältst.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie im österlichen Christusboden guten Halt finden und dass die Dankbarkeit in Ihrem Leben wachsen kann.

Ich grüße Sie auch im Namen der Mitarbeiter und Kirchvorsteher

Ihr Pfarrer Stefan Konnerth

 
 


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