Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

Monatsspruch Februar 2012
 

Liebe Leserinnen und Leser !

„Die ganze Welt dreht sich um mich, denn ich bin nur ein Egoist;

der Mensch, der mir am nächsten ist, bin ich, ich bin ein Egoist.“,

singt der (inzwischen verstorbene) Popmusiker Falco im Refrain seines Stückes „Egoist“.

Dieses Stück erklingt auch heute noch immer mal wieder im Radio. Und die Haltung, die darin zum Ausdruck kommt, begegnet uns in unserer Zeit häufig im Alltag. Zum Beispiel wenn wir daran denken, wie sich unser Bundespräsident Christian Wulff seinerzeit von einem reichen Bekannten in aller Freiheit einen Privatkredit ausstellen ließ. Oder wenn ein Mensch sich darauf beruft: „Jeder ist sich selbst der Nächste!“ um sein Verhalten im eigenen Interesse zu begründen.

„Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.“, schreibt Paulus den Korinthern im Monatsspruch für Februar 2012 aus 1. Korinther 10,23-24.

Der Apostel bezieht sich auf einen Konflikt innerhalb der Gemeinde in Korinth: Ist es erlaubt, sogenanntes „Götzenopferfleisch“ zu kaufen und zu verzehren, das Heiden auf dem Markt anboten, oder nicht? Obwohl die Korinther ganz unterschiedlich damit umgingen, fordert Paulus sie auf, aus Rücksichtnahme auf das Gewissen des anderen kein Götzenopferfleisch zu essen. Zwar ist „alles erlaubt“, d. h. im Prinzip darf jeder Christ für sich allein frei tun, was er für richtig hält. Aber wer seine eigene Freiheit egoistisch auslebt, zerstört die Gemeinschaft.

Ja, da wo ich in der Gemeinde rücksichtslos egoistisch bin und meine eigene Freiheit auf Kosten anderer durchsetze, belaste ich die Gemeinschaft. Ich hemme sogar den Aufbau der Gemeinde. Der entscheidende Maßstab ist für uns Christen die Liebe. Aus dieser Liebe heraus nehmen wir die anderen Menschen ernst - so wie sie sind und wie sie sich in ihrem Alltag geben. Und wir nehmen Rücksicht auf ihre Gewissensbedenken, auch wenn sie uns unbegründet erscheinen. Das in unserer Gesellschaft zu leben ist eine große Herausforderung und mit Mühe verbunden, aber es lohnt sich!  

Es grüßt Sie in Verbundenheit              Ihr Pfr. Jan Peter Becker   
 


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