Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Monatsspruch September 2011
 

Monatsspruch September 2011:

„Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. “                                                                       Matthäus 18, 20

 Liebe Leserinnen und Leser!

Diesen bekannten Satz aus dem Munde Jesu habe ich schon oft zitiert als Verheißung für einen Gottesdienst mit wenigen Menschen. Die unausgesprochene Botschaft lautet: Wenn Jesus das so gesagt hat, dann muss man es wohl so hinnehmen. Oder?

Aber in Wirklichkeit geht es Jesus nicht um die Begründung von Kleinheit, geringen Zahlen oder bescheidenen Verhältnissen. Im Gegenteil: Es geht um die Kraft, die von Menschen ausgehen kann, die sich einig sind im Gebet. Im weiteren Zusammenhang der Stelle geht es jedoch gar nicht um Zahlen und ähnliche Größen sondern um den Umgang mit Sünden, Fehlern und Konflikten in der Gemeinde. Wo zwei oder drei Menschen versammelt sind in Jesu Namen, das heißt wo der Glaube Gesicht bekommt, wo man sich einander erzählt, wo man gemeinsam Leiden aushält oder Mut erfährt, da kann sich die Kraft des Namens Gottes entfalten.

Die Kraftquelle ist also nicht der verordnete Frieden oder die organisierte Harmonie, sondern das gemeinsame Gebet. Die kleine Zelle von „zwei oder drei“ ist dann eben nicht die Überlebensgruppe, sondern das Kraftzentrum für Gottes Wirken. Es geht nicht um den Endpunkt, sondern um einen jeweils neuen Anfang in Gottes Namen.

Wo Menschen sich gegenüber dem Namen Gottes geöffnet haben, da kann Großes geschehen. Und dann kann es wirklich eine sehr kleine Zahl von Personen sein, die etwas Neues beginnen oder anstoßen. Es können Konflikte bearbeitet werden und Ketten von Leid und Missverständnissen aufgebrochen werden.

Das Schlüsselwort heißt „Wo“. Dies meint aber nicht einen bestimmten Ort. Das Wirken Gottes kann im Dom geschehen, aber auch in der armseligsten Hütte. Es kann ein Alltagsgespräch sein wie bei Maria und Elisabeth. Oder eine Zeit von Chaos und Unübersichtlichkeit wie bei der Sturmstillung.

Das „Wo“ kann Gestalt gewinnen im Gebet, im Gespräch über geistliche Themen und Texte, im Bibellesen, im Teilen des Mutes und des Zweifels.

Wo zwei oder drei zusammen sind in Gottes Namen, entsteht Neues. Daraus sind Klöster entstanden, und es haben sich ganze Landschaften verwandelt.

Die Kraft dieser Verheißung ist nicht zu unterschätzen, weil sie von dem kommt, der das erste und das letzte Wort hat.

 

Ich grüße Sie auch im Namen der Mitarbeiter und Kirchenvorsteher

                                               Ihr Pfarrer Stefan Konnerth
 


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