Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

November 2019
 

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Hiob 19, 25

Der November ist eine Zeit der Einkehr und des Nachdenkens -über die Begrenztheit unseres Lebens, über Sünde und Schuld, Sterben und Tod und die „letzten Dinge“. Dies wird durch die oft trübe Novemberstimmung noch verstärkt.

Der biblische Monatsspruch für den November macht uns auf Hiob aufmerksam. Ein Mann, der von Gott gesegnet war, mit Reichtum und Besitz, einer großen Familie, vielen körperlichen und geistigen Fähigkeiten, kurz: ein sehr frommer und begnadeter Mann. Und der plötzlich, aus heiterem Himmel, alles verlor: Wohlstand und Besitz, seine Familie und das Glück der Kinder, seine Gesundheit. Er fühlt sich als von Gott Geschlagener, verachtet und isoliert. Selbst seine Frau sagt zu ihm: „Schwör doch Gott ab und stirb!“.

Doch genau das tut er nicht. In den langen Gesprächen mit seinen Freunden hält er trotz seiner trostlosen Situation mit unglaublicher Kraft am Glauben fest. Und hält auch seinen Freunden entgegen: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt! Ich halte fest an ihm, der mich aus aller Not und Leid und Trauer lösen - erlösen - kann!“ Ein absolutes Bekenntnis zu Gottes Liebe, Güte und Gnade, auch in der schlimmsten Situation. Die Betonung liegt hier bei dem „Aber“ - „aber ich weiß...“

Und gerade darin ist uns bis heute Hiob ein Vorbild des Glaubens. Christlicher Glaube ist kein moderner Wohlstands-Optimismus: Gottes Segen erkenne ich daran, dass es mir gut geht. Nein - der Glaubende weiß: es kann auch ganz anders kommen. Natürlich sind wir dankbar und freuen uns in glücklichen Tagen. Aber wir verlieren den Halt auch nicht, wenn schwere Zeiten kommen. Sondern gerade dann dürfen wir an Gottes Nähe festhalten und um seinen Segen, seine Kraft, seine Liebe bitten. So viele Christen erleben gerade in solchen Zeiten ganz besonders die stärkende Kraft des Glaubens.

„Aber ich weiß...“ Ist es nicht ungeheuer tröstend und stärkend, dass uns nichts, nichts in dieser Welt, nicht einmal der Tod, von Gottes Liebe trennen kann, die wir in Jesus Christus erleben und erfahren?

Pfarrer Jörg-Martin Spitzner, Lengenfeld
 


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