Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Treuen
St. Bartholomäus

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Besinnliches

März 2020
 

Monatsspruch für März: Jesus Christus spricht: Wachet! (Markus 13, 37)

 

Liebe Leserinnen und Leser

„Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt.“ So ruft es die 17-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg seit gut einem Jahr den Mächtigen dieser Welt entgegen. Ihre Kompromisslosigkeit und ihren moralischen Absolutheitsanspruch mögen viele ärgerlich finden. Dennoch bringt sie das Gefühl auf den Punkt, dass in diesen Menschheitsfragen, etwas grundsätzlich falsch läuft. Nicht, dass das keiner außer ihr gemerkt hätte. Aber es braucht offensichtlich eine solche Symbolfigur wie Greta Thunberg, um – nicht zum ersten Mal – die Menschen wachzurütteln.

„Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt.“ Angst deckt auf, was mich tief im Inneren bewegt. Aber Angst und Panik sind keine guten Ratgeber zum Handeln. Natürlich, eine gesetzte Frist kann mir helfen, mich zu disziplinieren, eine Aufgabe noch rechtzeitig anzugehen. Aber Angst und Panik können nachhaltigem Handeln sicher nicht dienen, sondern dafür braucht es eher Besonnenheit und Zielorientierung.

Jesus ruft am Ende einer Weckrede an die Jünger: „Wachet!“ Er wirft einen Blick auf das Schicksal der Gemeinde und das von ihr erwartete Vergehen der Welt.

Die Theologie hat sich seit jeher schwergetan mit diesen Texten über letzte Dinge und Weltuntergang. Wörtlich genommen und zu falschen Zwecken missbraucht, können sie viel Schaden anrichten, kann die Frohbotschaft rasch zur Drohbotschaft verkommen. Legt man sie dagegen als Ausdruck vergangener Zeiten beiseite, nimmt man dem christlichen Glauben seine Kraft, die unser Leben und unsere Welt verändern kann.

„Wachet!“ Jesu Ruf nimmt uns in die Verantwortung. Jesus geht es nicht um vordergründige Angst oder Panik, sondern um Trost, ja Aufmunterung: Lebt bewusst und entschieden im Urvertrauen zu Gott und in der Hoffnung auf seine neue Welt! Lebt im Hier und Jetzt! Kostet die Zeit aus, tut Gutes, solange ihr es könnt! Seid geistes-gegenwärtig, aufgeweckt, hellwach, voller Tatendrang!

Und das heißt doch wohl: eben nicht resignieren, eben nicht den Kopf in den Sand stecken. Nicht schwarz sehen, sondern Gottes Licht erkennen; nicht verzweifeln, sich nicht einlullen lassen durch Konsum und zweifelhafte Ziele – sondern: die Hoffnung, den Glauben und die Liebe wach- und frisch-halten, das, was dran ist, tun.

Gott will Menschen voller Hoffnung, die glauben und wissen: Am Ende steht eben nicht das Ende, sondern: der Vollender!

 

Verbunden in dieser wachsamen Hoffnung grüße ich Sie herzlich auch im Namen des Kirchenvorstands und der Mitarbeiter

Ihr Pfarrer Konnerth
 


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